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Jan beim SchlachtenHühner schlachten

Das eigene Schlachten bleibt zwar immer eine unangenehme Tätigkeit, ist aber zweifellos eine unverzichtbare Tätigkeit vor dem Verzehr von Hühnerfleisch! Als grausam bezeichne ich eher einen Hähnchengrill, in dem zwanzig Junghennen auf der Stange rösten, die nie in ihrem Leben das Tageslicht erblickt haben. Die Schlachtung dieser bedauernswerten Tiere erfolgt maschinell und die Hühner haben ein betrübliches Dasein vor ihrem Tod gehabt. Wer diese Hühner kauft und nicht selber schlachtet, weil er das zu grausam findet, macht irgendwo einen Denkfehler.


Vorbereitung:

Ein Huhn wird zum Schlachten ausgewählt. Die schwere Entscheidung wird auch dadurch beeinflusst, für welche Art von Zubereitung man sich entscheidet. Ein Hahn ist furchtbar zäh und ist als Braten nur mit guten Zähnen zu genießen. Als Suppenhahn geht er aber auch durch. Ein Huhn sollte nicht älter als ein bis zwei Jahre sein, wenn es noch als Braten im Backofen enden soll, sonst eignet es sich nur noch als Suppenhuhn.

Das ausgewählte Tier wird am Abend vor dem Schlachttag von der Herde getrennt und nicht mehr gefüttert. Dies erleichtert das Ausnehmen des Huhns.

Am Schlachttag wird am Besten draußen gearbeitet.

  • ein Holzpflock mit Axt wird benötigt
  • eine Schale, die groß genug ist für das Huhn, wird sauber bereitgestellt
  • ein Messer muss geschärft werden, damit es sauber schneidet
  • sauberes Wasser wird benötigt (möglichst Wasseranschluss)

Schlachtvorgang:

Es empfiehlt sich eine zügige Arbeitsweise, damit das Huhn nicht zu kalt wird. Die Federn lassen sich immer schwerer ausrupfen, je kälter das Huhn ist.

  • das Huhn wird gegriffen und an den Ständern hochgehalten. Durch diese Stellung hört es sofort auf zu flattern, da es durch diese Kopfüberhaltung betäubt ist
  • jetzt wird es von hinten mit einem kräftigen Schlag mit der Rückseite der Axt erschlagen
  • sofort danach wird das Huhn rücklings auf den Hauklotz gelegt und mit gezieltem Axthieb der Kopf abgeschlagen
  • das Huhn flattert jetzt noch eine Weile und muss gut festgehalten werden (zum Ausbluten kann es dabei in die bereitgestellte Schale gehalten werden)
  • immer noch wird das Huhn an den Ständern festgehalten und die Federn werden von oben nach unten ausgerupft
  • am Hals werden mit dem Finger durch eine kreisende Bewegung alle Verbindungen gelöst
  • in einem Kreis wird um die Afteröffnung ein Schnitt ausgeführt (hierbei muss man sehr vorsichtig sein, damit keine inneren Organe verletzt werden, sonst kann das Fleisch ungenießbar werden)
  • sämtliche Innereien werden danach durch die Afteröffnung herausgelassen (Herz, Leber, Niere etc. lassen sich nun gesondert aussortieren und verwerten)
  • Zuletzt werden noch die beiden Ständer mit der Axt abgehauen

Huhn im TopfZubereitung:

Mein favorisiertes Rezept für ein gebratenes Huhn möchte ich hier kurz vorstellen:

Zutaten:

  • Salz
  • mehrere Knoblauchzehen
  • frischer oder getrockneter Rosmarin
  • Olivenöl
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Äpfel
  • 1/4 Liter Weißwein
  • Kartoffeln, Karotten als Beilage

Zubereitungsablauf:

  • das Huhn wird gewaschen, abgetupft und mit Salz eingeriebenzerlegtes Huhn
  • der Knoblauch wird abgepellt und mit dem Messer erst in schmale Streifen und danach in klitzekleine Würfel gehackt
  • frischer Rosmarin wird genauso in kleine Krümel zerhackt bzw. getrockneter Rosmarin wird mit dem Mörser zerrieben
  • die Mischung aus Knoblauch und Rosmarin wird zu 2/3 in das Huhn und zu 1/3 auf dem Huhn verrieben
  • Zwiebeln und Äpfel waschen, vierteln und damit das Huhn voll stopfen
  • von allen Seiten Olivenöl über das Huhn gießen
  • alles in eine feuerfeste Form geben und in den Backofen stellen
  • den Weißwein dazugießen
  • Eine Stunde zuerst bei hoher Temperatur (250°C) starten und zum Schluss bei niedriger Temperatur (175°C) garen
  • erst kurz vor dem Servieren zerteilen

Für weitere Rezepte möchte ich die Site von www.selbstgemachtes.de empfehlen!


18.10.00 von Jan Lenck
wohl bekomm's...
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